{"id":353,"date":"2014-09-24T23:01:47","date_gmt":"2014-09-24T21:01:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jazz-gulfhaus.de\/?p=353"},"modified":"2025-09-24T13:35:12","modified_gmt":"2025-09-24T11:35:12","slug":"08-11-2014-hannah-koepf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jazz-gulfhaus.de\/?p=353","title":{"rendered":"08.11.2014 Hannah K\u00f6pf"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.jazz-gulfhaus.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Hannah-K\u00f6pf_Lonely-Dancer-Gitarre_Presse.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-366\" src=\"https:\/\/www.jazz-gulfhaus.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Hannah-K\u00f6pf_Lonely-Dancer-Gitarre_Presse-1024x682.jpg\" alt=\"Hannah K\u00f6pf_Lonely Dancer-Gitarre_Presse\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/www.jazz-gulfhaus.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Hannah-K\u00f6pf_Lonely-Dancer-Gitarre_Presse-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/www.jazz-gulfhaus.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Hannah-K\u00f6pf_Lonely-Dancer-Gitarre_Presse-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u201eSag mir, wie \u00fcberlebst du diesen Schmerz, wenn sich jeder Tag gleich anf\u00fchlt?\u201c, fragt Hannah K\u00f6pf im Opener ihres dritten Werks \u201eLonely Dancer\u201c. Und das Sch\u00f6ne ist, dass sie auch gleich eine genauso simple wie sinnige Antwort liefert:<!--more--> \u201eMach einfach weiter und schreib&#8216; einen neuen Song &#8211; einen, der mich zum Mitsingen bringt.\u201c Die 33-j\u00e4hrige K\u00f6lnerin hat gleich zehn davon geschaffen. Mit bezaubernder Vokalfrische, leuchtender Melancholie und grandiosen Arrangements schenkt sie uns einen Zyklus aus Liedern, die Country, Folk, Seventiespop und sogar Gospel antupfen. Jedes einzelne ein Rezept, wie man den Tag nicht nur \u00fcberlebt, sondern zu einer kleinen Feier des stillen Gl\u00fccks macht.\u00a0 <\/strong><br \/>\nDie Stimme ist ihr liebstes Instrument seit Jugendtagen. Schon in der Schule kommt Hannah K\u00f6pf, ermutigt durch einen Lehrer, auf Abwege von ihrer klassischen Klavierausbildung. Sch\u00fclerband, Gesangsunterricht, Gitarrenversuche, die Entdeckung ihres Talents zum Songwriting, Konservatorium in Amsterdam \u2013 Station f\u00fcr Station tastet sich die K\u00f6lnerin an ihre eigene Sprache, ihre individuelle Stimmgebung heran, schart 2007 junge Koryph\u00e4en aus ihrer Heimatstadt f\u00fcr eine Band um sich. Bis es 2010 endlich so weit ist, dass sie mit ihrem Erstling \u201eStories Untold\u201c in der CD-Reihe Next Generation die Fachwelt \u00fcberrascht.<br \/>\nTr\u00e4umerische bis neckische Kompositionen, die das Genre Jazz mit unbek\u00fcmmertem Charme aufsprengen, auch wenn im Begleitsextett Kreativk\u00f6pfe der K\u00f6lner Jazzszene wie der Trompeter Frederik K\u00f6ster mitwirken. \u201eTradition und Zukunft gro\u00dfe vokaler Kunst lodern gleichzeitig\u201c, befindet das Magazin Jazzthetik. Denn es ist vor allem diese Stimme, die Hannah K\u00f6pf unverwechselbar macht: Klar, unpr\u00e4tenti\u00f6s und unverbildet, ehrlich, direkt und bei alldem doch vollmundig, fruchtig. Eine Stimme, in die man sich verlieben muss. Mit ihrer zweiten Scheibe \u201eFlying Free\u201c tut sie dann genau das, was der Titel schon vorgibt: Sie l\u00f6st sich weiter von vorgegebenen Mustern, experimentiert mit neuen Instrumenten und Arrangements, baut Tuba, Ukulele und Kammerorchester ein.<\/p>\n<p>Der Weg des Ausprobierens m\u00fcndet in Hannah K\u00f6pfs drittem Streich \u201eLonely Dancer\u201c nun in eine raffinierte Songwriting-Sprache. Schon das Cover verr\u00e4t einiges \u00fcber die Zielsetzung: Selbstbewusst und unverbl\u00fcmt blickt sie uns an, doch gleichzeitig ziehen sich verspielte Linien durch das Titelbild. Die Jazz-Schublade scheint nun v\u00f6llig aus dem Schatzk\u00e4stchen ihrer \u00fcberflie\u00dfenden Kreativit\u00e4t ausgebaut. Daf\u00fcr gibt es aus allen Untergenres der Popmusik bunte Tupfer, ganz so wie die Pfauenaugen, die K\u00f6pfs Haar auf der R\u00fcckseite der CD schm\u00fccken. Alle Songs sind meist im Doppel mit Partner und Multiinstrumentalist Tim Dudek entworfen, umgesetzt hat sie sie mit mehr als einem Dutzend einf\u00fchlsamer Begleitmusiker. Die Kleinode besitzen s\u00e4mtlich den Charakter heimlicher Hits, sind melodieverliebt wie ein ganzer Schwarm Fr\u00fchlingsv\u00f6gel, luftig wie ein Sonnenmorgen, oder vertr\u00e4umt wie das Mondlicht vor dem Fenster.<\/p>\n<p>Die alte Liebe der S\u00e4ngerin f\u00fcr Joan Baez oder Joni Mitchell kommt dabei ganz subtil zum Vorschein: Gleich im Er\u00f6ffnungsst\u00fcck \u201eSing Another Song\u201c ist die Affinit\u00e4t zum Folk mit entspannten Gitarren und der atmosph\u00e4rischen, weit schwingenden Melodie pr\u00e4sent. Im sehns\u00fcchtigen Titelsong bet\u00f6ren raffinierte Vokalschichtungen. Ein reizender, liebestrunkener Walzer mit Dobro, Klarinette und Schlagzeugbesen erwartet uns in \u201eDream Come True\u201c. Ankl\u00e4nge an Country wehen vielfach hinein, zum Beispiel in \u201eI Feel Fine\u201c, \u201eWhere Will You Go\u201c und \u201eThe Lonesome Hill\u201c &#8211; mal swingend, mal fast hymnisch und schlie\u00dflich mit einem fulminanten Acappella-Intro, das schon fast den Geist des Gospels atmet. Und weiter geht es mit stilistischen \u00dcberraschungen: \u201eSome Would Say\u201c koppelt Country mit der Rhythmik alter Motown-Hits, gediegener Soul mit kompakten Bl\u00e4sern und Fuzz-Gitarre erf\u00fcllt \u201eStay Here For A While\u201c &#8211; bis das mit Streichern funkelnde Finale \u201eHooked\u201c fast ein wenig an die Glanzzeiten der Carpenters erinnert.<\/p>\n<p><strong>\u201eLonely Dancer\u201c ist ein Album voll zeitlos sch\u00f6ner Songschmiedekunst. Sollte sich der Tag mal wieder grau und gleichf\u00f6rmig anf\u00fchlen \u2013 dann ist man bestens beraten, diese neue Musik von Hannah K\u00f6pf aufzulegen.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; \u201eSag mir, wie \u00fcberlebst du diesen Schmerz, wenn sich jeder Tag gleich anf\u00fchlt?\u201c, fragt Hannah K\u00f6pf im Opener ihres dritten Werks \u201eLonely Dancer\u201c. 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